Lebenslauf

“Wie lange dauert es noch bis an die Spitze? Denke nicht nach und steigere dich kontinuierlich!” (F. Nietzsche)

diego_fusaro05Diego Fusaro (Torino, 1983) unterrichtet Geschichtsphilosophie an der IASSP in Mailand (Institut hoher strategischen und politischen Studien), wo er – unter anderem –  auch als wissenschaftlicher Direktor tätig ist.  Er hat in Turin sein Philosophie-Studium abgeschlossen und im Jahre 2011 promovierte er zusätzlich den Doktortitel in Geschichts-Philosophie an der Universität  Vita-Salute San Raffaele in Mailand, mit einer Masterarbeit über  Reinhart Koselleck. Er führte ebenso Forschungstätigkeiten an der Universität Bielefeld in Deutschland aus.  Im Jahre 2017 hat er die nationale wissenschaftliche Zulassung in Geschichtsphilosophie als assoziierter Professor erhalten.  Unter der Führung von Costanzo Preve und Gianni Vattimo in Turin, ist er Gelehrter in Geschichts-Philosophie sowie der Strukturen der geschichtlichen Temporalität, mit besonderem Schwerpunkt auf Fichte, Hegel, Marx und der Deutschen “Konzept-Geschichte”.  Seine Forschungsinteressen kreisen außerdem um die Formulierung und Ausübung einer “kritischen Ideengeschichte”; eine Ordnung, die ihre Aufmerksamkeit diachronisch auf die zeitlichen Unterbrechungen und Diskontinuitäten konzentriert, die sich während der Übertragung kultureller Formen und Symbolen einer bestimmten Kultur erzeugt haben. Seine Forschung geht auch synchronisch weiter; einerseits um Verknüpfungen, die in einem entscheidenden, historischen Moment zwischen Gedanken und Tradition stattfinden; andererseits, die materiellen Voraussetzungen der Produktion und Macht, welche eng miteinander verbunden sind. Privilegierter Gegenstand dieser Studie bleibt die „Austauschzone“ zwischen Ideen und Realität, bezüglich der konzeptionellen und sozio-politischen Konstellationsanalyse.

Seine Forschungsschwerpunkte gehören denjenigen Autoren, die versucht haben, eine Methode in der Geschichte der Ideen auszuarbeiten, der Metaphern und Konzepte, (Foucault, Blumenberg, Koselleck). Andererseits befasst er sich weiter mit dem Begriff „Geschichte“, und zwar über deren Entstehung, sowie auch ihrer semantischen Abweichungen seit dem Altertum bis zur Gegenwart.  Seine fachlichen Schwerpunkte richten sich nach dem deutschen Idealismus, seinen Vorgängern (Spinoza) und Nachfolgern (Marx), unter besonderer Berücksichtigung der italienischen Denker (Gramsci, Gentile). Im Juli 2013 bezeichnete ihn die Zeitung „La Repubblica“ als vielversprechenden europäischen Philosophen, unter zwei anderen Jungen seiner Art. Weiter leitet er die philosophische Ausgabe „I Cento Talleri“ des Il Prato-Verlags und pflegt noch das Projekt  „Die Philosophie und ihre Heros“ (www.filosofico.net

) im Internet. Fusaro begleitet weiter das Projekt „Geschichtsphilosophie-Bibliothek“ des Mimesis-Verlags und die philosophische Zeitschrift „Koinè“. Ab 2008 bis 2012 war er Beauftragter der Philosophie-Geschichtsbücher von Bompiani, die durch Giovanni Reale („Der westliche Gedanke“ und „Testi a fronte“ ) geleitet wurden. Er ist Leitartikler von „La Stampa“ und „Il Fatto Quotidiano“. Er beschreibt sich selbst, als unabhängiger Schüler Hegels und Marx‘s“.

Im Jahre 2014 hielt er einen Referat über Simmel an der internationalen Tagung über die Stadt, an der Universität in Singapur. Im 2016 hielt er ein Seminar über Gramsci an der Harward University. Viele seiner Werke wurden in verschiedenen Ländern und Sprachen übersetzt. 2017 gründete er die Vereinigung und Zeitschrift „Das nationale Interesse“. (www.interessenazionale.net). Unter seinen bekanntesten Werken finden wir: „Willkommen Marx!“ (Bompiani, 2009). „Sein ohne Zeit. Beschleunigung der Geschichte und des Lebens” (Bompiani, 2010) . „Minima mercatalia. Philosophie und Kapitalismus“ (Bompiani, 2012); „Die Zukunft gehört uns. Aktions-Philosophie“. (Bompiani, 2014), “Idealismus und Praxis. Fichte, Marx und Gentile” (Il Melangolo, 2013), “Antonio Gramsci. Die Leidenschaft, die Welt zu beleben.” (Feltrinelli, 2015). „Anders denken. Dissens in der Philosophie” (Einaudi, 2017).

Übersetzt ins Deutsche durch Mina De Santis